NÖAAB lud zum „Wortwechsel”: Expertendialog über aktuelle Herausforderungen in der Pflege und Betreuung

Prominente Gäste diskutierten in Sankt Pölten über Pflege-Daheim-Bonus, Pflegelehre und Zukunftsvisionen für verbesserte Arbeitsbedingungen im Bereich der Pflege.

Der NÖAAB veranstaltete am Montag, 27. November 2023 einen Dialog unter dem Titel „Wortwechsel” über aktuelle Herausforderungen in der Pflege und Betreuung. An der Diskussion nahmen vertraute Gäste teil, darunter Bundesobmann und Nationalrat August Wöginger, Landesrätin und NÖAAB Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister, NÖ Sozialsprecher Landtagsabgeordneter Anton Erber, der Geschäftsführer des Hilfswerks Christoph Gleirscher und Bürgermeister von Reinsberg Franz Faschingleitner.

Landesrätin und NÖAAB Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister betonte: „Solche Formate sind wichtig, um das Thema umfassend zu beleuchten, bisherige Maßnahmen zu reflektieren und gemeinsam neue Lösungsansätze zu entwicklen. Der Dialog zwischen Expertinnen und Experten, politischen Vertretern und der Gesellschaft ist wichtig, um die Pflegesituation nachhaltig zu verbessern.”

Bundesobmann August Wöginger beleuchtete während des Gesprächs essenzielle Herausforderungen, darunter Fragen zum Pflege-Daheim-Bonus und dem Gehaltsbonus für Pflegekräfte. „Pflege geht uns alle an. Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung unseres Systems, damit alle davon profitieren: Die Gepflegten, die Angehörigen und auch die vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen wir zu Dank verpflichtet sind. Denn Angehörige und Mitarbeiter im Pflegebereich leisten Gewaltiges“, betonte der Bundesobmann Wöginger.

Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister gewährte Einblicke in aktuelle Pflegethemen in Niederösterreich, darunter den Start der Pflegelehre oder den Pflege- und Betreuungsscheck.

Christoph Gleirscher, Geschäftsführer des Hilfswerks, fokussierte sich auf grundlegende Fragen in der Pflege, wie die zentralen Bedürfnisse von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen sowie langfristigen Anforderungen des Pflegepersonals.

NÖ Sozialsprecher Anton Erber betonte die Notwendigkeit neuer Perspektiven für die Zukunft Niederösterreichs. „Neue Ansätze, mutig umgesetzt, Pilotversuche – das sind die Wege für eine zukunftsorientierte Gestaltung unseres Bundeslandes”, so Erber. Er sprach sich für innovative Ideen aus, um den Herausforderungen unserer Zeit erfolgreich zu begegnen.

Auf die Frage nach der Zukunftsvision des Alterns betonte Erber die Bedeutung vielseitiger Ansätze, die den Bedürfnissen der Seniorinnen und Senioren und ihren Familien gerecht werden. Bezüglich der „neuen Alten” unterstrich er die Wichtigkeit des gewohnten Umfelds und familiärer Nähe. Ein Projekt namens „Seniorenwohnen” soll diesen Bedürfnissen gerecht werden.

Bürgermeister Franz Faschingleitner aus Reinsberg (ÖVP) stellte beim „Wortwechsel” sein wegweisendes Pilotprojekt vor, das 24-Stunden-Pflegekräften erlaubt, mehrere Klienten gleichzeitig in einer organisierten Gemeinschaft zu betreuen. Er betonte die Effizienz und Synergien dieses wegweisenden Ansatzes.

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