Es benötigt Lösungen für Justizwachebeamte

Der Mangel an Fachkräften bereitet aktuell jeder Berufssparte Probleme, so auch den Justizanstalten in Niederösterreich.

„Unsere Justizwachebeamten gewährleisten Sicherheit in unserem Land. Durch den Personalmangel sind sie an der Grenze der Belastbarkeit angekommen“, so NÖAAB Landesobfrau Christiane Teschl-Hofmeister: „Die aktuelle Situation ist für alle Seiten unbefriedigend. Es benötigt eine Personalstrategie für die Justizanstalten, um die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig zu verbessern“, reicht Teschl-Hofmeister der zuständigen Justizministerin Alma Zadic die Hand zur Zusammenarbeit.

Das Problem lässt sich am Beispiel der Justizanstalt Stein festmachen. 303 Beamte sind für rund 700 Häftlinge verantwortlich, darunter die „schwersten Fälle“ Österreichs. „Aktuell fehlen uns rund 50 Beamte, um unseren gesetzlichen Auftrag zu erfüllen. Bis Ende des Jahres wird sich der Personalstand aufgrund von Pensionierungen um rund weitere 25 Beamte reduzieren“, Wolfgang Graf, Personalvertreter in der Justizanstalt Stein. „Dieser Trend des Mitarbeitermangels in den Justizwachen ist ein österreichweites Problem, welches von Jahr zu Jahr stärker wird. Es benötigt dringend Lösungen.“

Ein Zustand, der nicht nur langfristig die Sicherheit in und um die Justizanstalten gefährden kann, sondern bereits seit geraumer Zeit zu Einschränkungen im laufenden Betrieb führt. Durch den Personalmangel kommt es bereits zu Schließungen von Werkstätten, da die Justizwachebeamtinnen und -beamten anstatt in diesen Werkstätten im Regeldienst mitarbeiten müssen. Dies hat negative Folgen auf den wirtschaftlichen Betrieb der Anstalten, aber auch auf die Resozialisierung der Häftlinge.

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