Dorf Office

Warum wollen wir die Rahmenbedingungen für Mobiles Arbeiten verbessern?

Lediglich 10 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben mobiles Arbeiten vor der Coronakrise in Anspruch genommen. Während der letzten Monate waren es 42 Prozent (Eurostat, 2020 und IFES, 2020). 82 Prozent von jenen, die mobiles Arbeiten nicht nutzen (können), tun das, weil es in ihrem Beruf nicht möglich ist. 9 Prozent nehmen es nicht in Anspruch, weil sie es nicht wollen und 8 Prozent, weil es der Arbeitgeber nicht unterstützt (IFES, 2020).

Unternehmen konnten durch die Umstellung auf Home-Office während der Corona-Pandemie in kurzer Zeit umsetzen, was vor Corona 3 bis 5 Jahre in Anspruch genommen hätte – bei der Infrastruktur, bei der Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und vielen weiteren Aspekten. Deshalb wollen wir als NÖAAB etwa mit Projekten wie „Dorf Office“ die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für die es möglich ist, Mobiles Arbeiten verstärkt in Anspruch nehmen können.

 

Was ist ein „Dorf Office“?

„Dorf Office“ ist eine Idee des NÖAAB, bei der Gemeinden Räumlichkeiten für mobiles Arbeiten zur Verfügung stellen.

 

Warum „Dorf-Office“?

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer:

  • Möglichkeit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von Ihrem Heimatort aus zu arbeiten.
  • Kosten- und Zeitersparnis sowie geringeres Unfallrisiko für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch Wegfall des Arbeitsweges
  • Häufig auch besser ausgestattete Arbeitsräume als im Home-Office
  • Internetanbindung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Gemeinde
  • Anders als im Home-Office mehr soziale Kontakte zu anderen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern (Lt. einer Bertelsmann-Studie für 70% der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Home-Office größtes Manko)
  • Häufig ruhigeres Arbeitsumfeld als im Home-Office

Für Gemeinden:

  • Wertschöpfung bleibt in der Gemeinde (Kindergarten, Wirt und Nahversorger)
  • Größere Identifikation mit der Gemeinde
  •  Nutzung von Leerständen
  • Möglichkeit, junge Qualifizierte zurück in die Gemeinde zu holen
  • Politischer Nutzen: Gemeinde bietet Service für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

 

Für Unternehmen:

  • Mehr Möglichkeiten für Unternehmen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus weiter entfernten Regionen zu gewinnen
  • Unternehmen wird für qualifizierte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer attraktiver

Wie wollen wir als NÖAAB weiter unterstützen?

  • Vernetzung
  • Unterstützung bei Projektplanung
  • Unterstützung bei Kommunikation in der Gemeinde (z.B. mittels GPZ)
  • Abklärung rechtlicher Rahmen (Versicherung, Datenschutz)

Link zur Studie der Bertelsmann Stiftung:

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2020/november/coworking-im-laendlichen-raum-eine-chance-fuer-strukturschwache-regionen?

 

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