NÖ setzt sich gegen Fachkräftemangel ein

LR Christiane Teschl-Hofmeister, Bildungsdirektor Johann Heuras, Industriellenvereinigung-NÖ-Präsident Thomas Salzer und Helmut Schwarzl, Obmann der WKNÖ-Sparte Industrie und IV-NÖ-Bildungssprecher setzen sich gemeinsam gegen den Fachkräftemangel ein.

Ein großes bildungspolitisches Ziel sei es, so die Landesrätin, die Schüler so auszubilden, dass sie es möglichst leicht haben, im Berufsleben Fuß fassen zu können. Dazu sei es notwendig, dass jeder Schüler jenen Bildungspfad einschlage, der für ihn am besten geeignet sei. „Es muss nicht jedes Kind studieren, um im späteren Leben eine gute Karriere zu machen, und nicht jedes Kind muss in eine Höhere Schule gehen“, so Christiane Teschl-Hofmeister. Daher habe man sich das Ziel gesetzt, die Mittelschulen zu attraktivieren. „In Niederösterreich gibt es 252 Mittelschulen mit rund 40.000 Schülerinnen und Schülern“, ergänzte sie. Besonders gut bewährt hätten sich in den letzten Jahren die Schwerpunktsetzungen an den Mittelschulen. Man habe mit den Musik-Schwerpunkt-Mittelschulen und den Sport-Schwerpunkt-Mittelschulen bereits viel erreicht und die Schulen würden sich großer Beliebtheit erfreuen.

„Mit dem heurigen Schuljahr haben wir bereits 13 Mittelschulen mit ‚Naturwissenschaft und Technik‘-Schwerpunkt in Niederösterreich. Das sind um sieben mehr als im Vorjahr. Damit sind heuer 419 Schülerinnen und Schüler in eine erste Klasse gestartet. Insgesamt besuchen bereits in etwa 760 Schülerinnen und Schüler eine sogenannte ‚NAWI-Schule‘“, unterstrich die Bildungs-Landesrätin. Ziel dieser NAWI-Schulen sei es, bei den Kindern das natürliche Interesse an den so genannten MINT-Fächern, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu wecken und zu fördern. „Es wird ein neuer Gegenstand MINT an diesen Schulen angeboten, der in Kleingruppen und als praktisch orientierter Gegenstand mit forschendem Lernen geführt wird“, ergänzte Teschl-Hofmeister.

NÖ-Bildungsdirektor Johann Heuras merkte an, dass man, wenn man die Facharbeiter unterstützen möchte, zwangsläufig die Mittelschulen stärken müsse. „Die Mittelschule ist die Unterstufe der Berufsbildung. Unser Ziel ist es, die NÖ Mittelschulen noch attraktiver und zukunftsfitter zu machen. Mit dem NAWI-Schwerpunkt sind wir hier auf dem richtigen Weg. Die NÖ Mittelschulen bieten für die Schülerinnen und Schüler eine sehr gute und zukunftsorientierte Ausbildung mit guten Weiterbildungsmöglichkeiten und Jobchancen“, so der Bildungsdirektor.

Mit der Dachmarke „Industrie Niederösterreich“ ziehen Industriellenvereinigung NÖ und die Sparte Industrie der WKNÖ an einem Strang. Ein wesentliches Herzstück ist das Online-Portal www.noeindustrie.at; das gerade einem kompletten Relaunch unterzogen wurde. Hier will man junge Menschen für eine Karriere in der Industrie begeistern. Das umfangreiche Online-Angebot richtet sich aber nicht nur an Jugendliche, sondern auch an Eltern und Lehrkräfte.

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