„Kinderbetreuung in Niederösterreich ein wichtiges Thema“

Heute wurde eine Kinderbetreuungsstudie der AK-Niederösterreich veröffentlicht. Kinderbetreuung ist für Niederösterreich bereits wichtiges Thema – der flächendeckende Ausbau an bedarfsgerechtem Angebot ist deshalb im Rahmen des blau-gelben Familienpakets auf Hochbetrieb.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für die meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von zentraler Bedeutung. Bedarfsgerechte Kinderbetreuungsangebote sind deshalb besonders gefragt, auch in Gemeinden mit ländlichen Strukturen. Um dort Angebote zu schaffen, wo entsprechender Bedarf besteht, hat das Land Niederösterreich das blau-gelbe Familienpaket geschnürt. So wurde im Rahmen des Pakets etwa die Landesförderung für Betreuungsgruppen um 25 Prozent pro Gruppe und Jahr erhöht und auch die Landesbeiträge für Anbieter von Tageseltern bei den 0- bis unter 3-Jährigen um 25 Prozent erhöht. Auch die Erhöhung der Einkommensgrenzen, damit noch mehr Eltern in den Genuss einer Förderung bei der Betreuung ihrer Kinder kommen, sorgt dafür, dass dort Unterstützung gegeben wird, wo Hilfe gebraucht wird.

Im bundesländerweiten Vergleich liegt Niederösterreich bei den Betreuungszahlen zudem bereits an der Spitze. So werden 96,9% der 3- bis 5-Jährigen Kinder in einer institutionellen Kinderbetreuungseinrichtung betreut. Der Österreichdurchschnitt liegt bei 93,5%. Auch im Bereich der Betreuung von 0- bis 2-Jährigen sind die Betreuungsquote von mittlerweile 24,6% steigend. AKNÖ-Vizepräsident Josef Hager betont, bei all den Angeboten, aber auch die Wichtigkeit der Wahlfreiheit: „In Niederösterreich sind wir im Vergleich zu anderen Bundesländern in der Kinderbetreuung sehr gut aufgestellt. Auch im Bereich der Kleinkindbetreuung werden wir unsere Ziele, bis Ende 2020 100 neue Tagesbetreuungseinrichtungen zu schaffen bzw. bis Ende 2022 weitere 100 Einrichtungen dieser Art zu errichten, sicher erreichen.“ Dennoch ist vor allem eines wichtig, nämlich die Wahlfreiheit. Es muss für alle Mütter oder Väter möglich sein, sich auch bewusst dafür entscheiden zu können bei den Kindern zuhause zu bleiben.“ Hager betont zudem, dass vor allem dort Angebote entstehen sollen, wo sie tatsächlich gebraucht werden: „Es ist sinnvoll, die Gruppen dann zu bauen, wenn entsprechender Bedarf besteht, dies wird regelmäßig erhoben. Im Bedarfsfall wird stets rasch reagiert. So kann auch der hohe Qualitätsstandart gewährleistet werden“, so AKNÖ-Vizepräsident Josef Hager.

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