Erber/Dinhobl: „Nachhaltigkeit auch in der Pflege oberste Priorität“

Resolutionsantrag im Landtag beschlossen

„Ein Altern in Würde muss für alle Landsleute eine Selbstverständlichkeit darstellen. Wir in Niederösterreich haben mit der Pflege-Offensive bereits die Weichen dafür gestellt, damit das auch in Zukunft sichergestellt wird und wir unsere Vorreiterrolle auch in diesem Bereich festigen. Jetzt gilt es auch im Bund die richtigen Maßnahmen zu treffen. Klar ist, dass an erster Stelle die Pflegebedürftigen sowie deren Angehörige stehen und dass es in der Pflege nachhaltiger und abgestimmter Lösungen bedarf“, sind sich Gesundheitssprecher LAbg. Franz Dinhobl und Sozialsprecher LAbg. Anton Erber einig. Zu diesem Zweck wurde im Landtag ein Antrag mit konkreten Forderungen an die Bundesregierung beschlossen.

Pflege daheim erleichtern und pflegende Angehörige unterstützen

„Mehr als 80% aller pflegebedürftigen Menschen werden im häuslichen Bereich von ihren Angehörigen gepflegt und betreut. Diese leisten damit einen unschätzbaren Beitrag für die Gesellschaft, weshalb wir sie besonders unterstützen wollen. Pflegebedürftigen Menschen soll es ermöglicht werden, so lange wie möglich ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben zu Hause führen zu können. Eine verstärkte Förderung und Teilbarkeit der 24-h-Betreuung ist daher dringend notwendig. Die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege stellt Angehörige vor große Herausforderungen. Deshalb ist die Ausweitung der Möglichkeiten, die Pflegekarenz in Anspruch zu nehmen ein wichtiger Schritt, um den Angehörigen die Pflege ihrer Nächsten zu erleichtern. Pflege von Menschen stellt aber auch eine große finanzielle Belastung dar.  Eine Erhöhung des Pflegegelds sowie eine Anpassung an die individuelle Situation jeder und jedes Einzelnen sind daher notwendige Maßnahmen, um den Pflegebedürftigen finanziell unter die Arme zu greifen“, betont Erber.

Sicherstellung der Pflege – im Miteinander von Bund und Land

„Überall dort, wo die „informelle“ Pflege nicht mehr möglich ist oder an ihre Grenzen stößt, braucht es motivierte und qualifizierte Menschen, die bereit sind, einen Pflegeberuf auszuüben. Der Bund ist daher gefordert, neue Berufsbilder bzw. neue Ausbildungsformen für Pflegeberufe zu entwickeln. Auch wollen wir die Weiterentwicklung der 24-h-Betreuung hinsichtlich ihrer Ausgestaltung, Förderung, Qualitätssicherung und Finanzierung im Rahmen einer Arbeitsgruppe von Bund und Ländern forcieren. Da die Zuständigkeit für den Bereich der Pflegeleistungen überwiegend bei den Bundesländern liegt, wollen wir zwischen Bund und Ländern einen breiten Konsens für gemeinsame Schritte herstellen. Um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, ist eine Refundierung der Kosten, die durch die Abschaffung des Vermögensregresses entstanden sind, durch den Bund ein notwendiger Schritt für die Zukunft. Klar ist auch, dass wir die beste Pflege in der Zukunft nur dann gewährleisten können, wenn wir auch die besten Köpfe für den Pflegeberuf begeistern können. Dafür ist es notwendig, dass der Bund eine österreichweite Imagekampagne für Pflegeberufe startet“, so Dinhobl zu den im Antrag enthaltenen Forderungen.

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