„Optimale Lösung“ für Niederösterreichs Freiwillige

Nationalrat Mag. Andreas Hanger

Der Nationalrat hat am Dienstag Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Freiwilligen-Einsätze beschlossen. Arbeitnehmer erhalten einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung, wenn sie im Einvernehmen mit dem Dienstgeber bei Großschadensereignissen im Einsatz stehen.

Niederösterreich verdankt seine hohe Lebensqualität vor allem dem freiwilligen Einsatz im Sozial-, Kultur- und Sportbereich, in der Katastrophenhilfe oder bei den Rettungsdiensten bzw. Feuerwehren. Mit über 20.000 Vereinen darf es sich auch stolz „Land der Freiwilligen“ nennen! 2.751.371 Stunden haben allein die freiwilligen Mitarbeiter des Roten Kreuzes NÖ im vergangenen Jahr geleistet. 

Vereinswesen und Ehrenamt sind auch für den NÖAAB-Repräsentanten im Nationalrat – Mag. Andreas Hanger – „ein wertvoller Anker des sozialen Zusammenhalts“.

Ab September 2019: Freiwilligenfreundliches Bonussystem kommt

Nun konnte ein von der SPÖ in der Juni-Sitzung eingebrachter Antrag auf Entgeltfortzahlung vonseiten der ÖVP korrigiert und ein einstimmiger Beschluss erlassen werden. In der Parlamentssitzung vom 02. Juli wurde nun beschlossen, dass freiwillige Helfer einen Anspruch auf Entgeltfortzahlung haben, wenn sie im Einvernehmen mit dem Dienstgeber bei Großschadensereignissen im Einsatz stehen.

Umgekehrt erhalten die Dienstgeber für die Zeit der Abwesenheit ihrer Dienstnehmer eine Vergütung aus dem Katastrophenfonds erstattet. Pro Einsatztag und Beschäftigten beträgt diese Vergütung 200 Euro (konkret acht Stunden zu je 25 Euro). „Mit diesem Modell bieten wir den Arbeitnehmern – unseren vielen Einsatzkräften – eine optimale Lösung, die noch dazu unbürokratisch abgewickelt wird“, so Hanger.

Grundlage für diese Gesetzesänderung war ein Konzept des Bundesfeuerwehrverbandes, welches nun für alle Einsatzorganisationen Anwendung findet soll. Dieses Modell stellt das Ehrenamt nicht in Frage und bringt gleichzeitig eine entsprechende Unterstützung bei außergewöhnlichen Großschadenslagen wie der Hochwasser-Katstrophe 2013 oder die Schnee-Katastrophe 2019.

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