Aufwertung der Pflegekräfte im mobilen Bereich

Foto v.l.n.r.: Hilfswerk NÖ-Präsidentin LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, AK-Vizepräsident Josef Hager, Hilfswerk NÖ-Betriebsratsvorsitzende Gabriele Koubek und Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister mit einigen Mitarbeiterinnen des NÖ Hilfswerks

NÖAAB und AK-Vizepräsident Josef Hager begrüßen Initiative des Landes NÖ zur Attraktivierung des Berufsbildes der mobilen Pflegekräfte

Der Bedarf an mobilen Betreuungsdiensten wird aufgrund der demografischen Entwicklung weiter steigen. Umso wichtiger ist es, den mobilen Dienst zu stärken und weiter aufzuwerten. Das Land Niederösterreich hat 2018 die finanzielle Aufwertung der Pflegekräfte im mobilen Bereich beschlossen. „Wir unterstützen unsere sozialmedizinischen und sozialen Betreuungsdienste mit über 102 Millionen Euro, so umfangreich wie nie zuvor“, betont dazu Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Mit einer zusätzlichen Förderung in Höhe von 2,3 Millionen Euro sollen Unterschiede bei den Gehältern im Vergleich zu den diplomierten Fachkräften ausgeglichen und das Berufsbild des Pflegepersonals im mobilen Bereich damit attraktiver werden. Die Förderung wird in Form einer Pauschalleistung, als Zuschlag zu den Einsatzstunden der diplomierten Fachkräfte, an die Rechtsträger ausbezahlt.

Arbeiterkammer-Vizepräsident Josef Hager begrüßt diese Initiative: „Der Großteil der Menschen möchte im Alter zuhause gepflegt werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der mobilen Dienste leisten dabei Großartiges. Es ist höchst an der Zeit, diesen Einsatz auch finanziell stärker zu würdigen. Mir ist wichtig, dass das Geld auch wirklich beim Personal ankommt. Damit kann ein wichtiger Schritt gesetzt werden, um einem drohenden Mangel an Pflegekräften entgegenzuwirken.“ „Das Berufsbild der mobilen Pflege zu attraktiveren ist unbedingt notwendig, damit auch in Zukunft ausreichend viele Menschen sich dafür interessieren“, betont auch Gabriele Koubek, Betriebsratsvorsitzende im Hilfswerk NÖ, die sich in der Arbeiterkammer für die Interessen der Pflegekräfte in Niederösterreich einsetzt.

Gute Arbeitsbedingungen und attraktiven Angebote im Bereich der Pflege wird es in Hinkunft jedenfalls brauchen: Die Zahl der Pflegegeldbezieher in Niederösterreich wird laut Prognosen von derzeit 90.000 auf bis zu 108.000 bis zum Jahr 2025 ansteigen. Schon jetzt nehmen rund 17.000 Menschen die Hilfe der mobilen Dienste in Niederösterreich in Anspruch. Die rund 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der mobilen Dienste sind rund 3,5 Millionen Stunden pro Jahr im Einsatz.

Die zuständige Landesrätin Teschl-Hofmeister betont, dass diese Zahl von Jahr zu Jahr ansteigt: „Umso wichtiger sind qualifizierte, motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit der zusätzlichen Förderung für diplomierte Fachkräfte möchten wir den mobilen Pflegedienst attraktiver machen und einen Wettbewerbsnachteil gegenüber diplomierten Fachkräften im stationären Bereich beseitigen.“ Hilfswerk-Präsidentin LAbg. Bgm. Michaela Hinterholzer: „Jede Maßnahme, die den Pflegeberuf attraktiver gestaltet und dazu beiträgt, interessierten Frauen und Männern den Zugang dazu zu erleichtern, ist ein wichtiger Schritt. Denn im Jahr 2050 werden wir dreieinhalb mal so viele Pflegekräfte brauchen wie heute – und darauf müssen wir uns vorbereiten.“

Zurück