Gedanken zum Wahlsystem der Arbeiterkammer

Trend der stark sinkenden Wahlbeteiligung muss mit allen Kräften entgegengewirkt werden. Reformideen sind zu begrüßen, um Legitimation der Arbeiterkammer zu stärken. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben sich eine unkomplizierte, einheitliche und faire Arbeiterkammer-Wahl verdient!

„Bei den bereits abgehaltenen AK-Wahlen in Vorarlberg, Tirol, Salzburg und Kärnten haben nur noch wenig mehr als ein Drittel der wahlberechtigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ihre Stimme abgebeben. Dieser Trend ist leider ein bundesweiter, auch in Niederösterreich ist die Wahlbeteiligung in den letzten drei Wahlen (2004, 2009 und 2014) drastisch von 54,65 auf 40,91 Prozent gesunken. Vielleicht geben sich einige AK-Funktionäre damit zufrieden, demokratiepolitisch ist die Entwicklung dieser Wahl aber äußerst bedenklich. Als Demokraten muss es doch unser aller Ziel sein, die Wahlbeteiligung zu erhöhen, dadurch die Legitimation der Arbeiterkammer zu stärken und sie nicht durch komplizierte Wahlabläufe und Wahlpannen, die leider in der Arbeiterkammer immer öfter auftreten, noch weiter zu verringern“, so NÖAAB-Landesobmann Wolfgang Sobotka.

„Die Arbeiterkammer ist als Interessenvertretung ein wesentlicher Teil des demokratischen Prinzips in unserer Gesellschaft. Es ist daher nur legitim über Chancen und Möglichkeiten einer Wahlordnung einen offenen und transparenten Dialog zu führen, im Sinne aller Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer. Das jetzige System mit verschiedensten Wahlzeiten über einem langen Zeitraum und zusätzlich verschiedensten Wahlorten und Wahlmöglichkeiten ist nicht mehr zeitgemäß. Ein einheitlicher Wahltag wäre ein guter Ansatz für mehr Information, größtmögliche Transparenz und stärkere Mobilisierungskraft aller wahlwerbenden Listen. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben sich eine unkomplizierte, einheitliche und faire Wahl ihrer Vertretung in der Arbeiterkammer verdient. Ich fordere alle politischen Kräfte auf, sich an einen Tisch zu setzen und sich gemeinsam für eine moderne Arbeiterkammer-Wahl einzusetzen“, so Sobotka.

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