Sandra Kern: Arbeitnehmer wollen mehr Freiheiten

In der Diskussion um flexiblere Arbeitszeiten geht es vor allem um die Wünsche der Arbeitnehmer

Im Rahmen der Klubklausur des ÖVP-Parlamentsklubs steht unter anderem das Thema flexiblere Arbeitszeiten auf der Tagesordnung. „Der NÖAAB hat bereits im Rahmen seines Arbeitnehmertages vor zwei Monaten dieses Thema intensiv mit Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern diskutiert. Klar ist für uns: Jede Stunde die gearbeitet wird, muss auch bezahlt werden und zwar in Form von Geld oder Freizeit“, betont NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Bundesrätin Sandra Kern am Rande der Klausur der ÖVP-Parlamentsklubs. „Wir werden uns in die Verhandlungen auf Bundesebene intensiv einbringen und dabei lautstark die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vertreten“, so Kern weiter.

Im Rahmen von Betriebsbesuchen haben betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das Thema flexiblere Arbeitszeiten immer öfter an Vertreter des NÖAAB herangetragen, „weil viele selbstbestimmter und eigenverantwortlicher ihre Arbeitszeit einteilen wollen. So hat mir ein berufstätiger Vater, der als Installateur beschäftigt ist, erzählt, er würde gerne in 3,5 Tagen seine Wochenarbeit erledigen, damit er den Rest der Woche mit der Familie verbringen kann“, erklärt Bundesrätin Sandra Kern.

Dieses Beispiel ist nur ein Auszug von vielen, zeigt aber, dass es dringenden Änderungsbedarf gibt. „Die Arbeitswelt braucht neue Regeln, die dem Wunsch der Arbeitnehmer nach mehr Flexibilisierung der Arbeitszeit mehr und einfachere Möglichkeiten einräumen. Viele Arbeitnehmer wünschen sich mehr Selbstbestimmung bei der Verteilung der Wochenarbeitszeit, um etwa in 3,5 Tagen das Wochenwerk zu erledigen und mehr Zeit für Freizeit und Familie zu haben“, erklärt Kern.

Die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stehen für die einzige bürgerliche Arbeitnehmervertretung in Niederösterreich im Fokus. „In 2 Wochen werden wir im Rahmen einer Landesvorstandsklausur dieses Thema intensiv diskutieren und konkrete Lösungsvorschläge für die Arbeitnehmer-Anliegen präsentieren“, so Kern abschließend.