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AK-NÖ stellt sich gegen Arbeitnehmer-Interessen

Arbeitnehmer finanzieren Sozialsystem, aus dem sich manche nur bedienen.

Enttäuscht über den Arbeiterkammer-Beschluss gegen die Reform der Mindestsicherung zeigt sich NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Bundesrätin Sandra Kern in einer ersten Reaktion: „Eine Arbeitnehmer-Vertretung sollte auf der Seite der Arbeitnehmer stehen, die jeden Tag Hand anlegen. Und nicht auf der Seite derer, die nur die Hand aufhalten, obwohl sie arbeiten könnten.“ Jeder Arbeitnehmer müsse sich sein Einkommen verdienen, manche wollen sich einfach nur am Sozialsystem bedienen. Immerhin seien mehr als die Hälfte der Mindestsicherungsbezieher arbeitsfähig.

„Wenn ich in den Betrieben unterwegs bin, höre ich von den Arbeitnehmern ständig: Bei dieser Mindestsicherung hat man doch das Gefühl, dass man eigentlich der Dumme ist, wenn man arbeiten geht. Darauf sollte auch die Arbeiterkammer als Arbeitnehmer-Vertretung hören. Natürlich könnte SPÖ-Kanzler Kern auch wieder eine seiner beliebten Mitgliederbefragungen durchführen – ich bin mir sicher, dass das Ergebnis den Kurs des NÖAAB bestätigen würde“, so Kern. Der NÖAAB werde jedenfalls weiter für die Reform der Mindestsicherung kämpfen.