AHS-Lehrergewerkschafter Mag. Dr. Eckehard Quin und NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Bundesrätin Sandra Kern. Copyright: NÖAAB

Kern/Quin: Populismus hat im Bildungssystem nichts verloren

Lehrerinnen und Lehrer verdienen Respekt und Wertschätzung

Die unbedachten Äußerungen Faymanns und das dilettantische Zurückrudern bringen wieder einmal Unruhe in das System Schule. „Der Bundeskanzler dürfte wohl noch immer nicht verstanden haben, dass mit diesem unbedachten Populismus keinem Schulkind und schon gar nicht unserem Bildungssystem geholfen ist. Vor ziemlich genau einem Jahr hat bereits der Wiener Bürgermeister eine Debatte um die Lehrerarbeitszeit losgetreten – wochenlang gab es dann Streit, auch in den SPÖ-Reihen. Wir fordern den Kanzler und die Bildungsministerin auf, unsere motivierten und engagierten Lehrerinnen und Lehrer in Ruhe arbeiten zu lassen“, reagiert NÖAAB-Landesgeschäftsführerin Bundesrätin Sandra Kern auf aktuelle Zeitungsmeldungen.

Die tausenden engagierten Lehrerinnen und Lehrer in allen Schultypen haben sich die Wertschätzung und den Respekt der Politik verdient. Das jahrelange Schlechtreden und die jahrzehntelange Reformdiskussion haben bei den Menschen den Eindruck hinterlassen, dass das Schulsystem dem Untergang geweiht sei.

AHS-Lehrergewerkschafter Mag. Dr. Eckehard Quin: „Unsere Kolleginnen und Kollegen wollen in Ruhe ihrer wertvollen Arbeit nachgehen können und nicht ständig durch Debatten über unnötige Reformen und mögliche Arbeitszeiterhöhung verunsichert werden. Man hat oft den Eindruck, dass sich unsere Spitzenpolitiker vom Kanzler abwärts darüber freuen, unser Bildungssystem und unsere Lehrerinnen und Lehrer in ein negatives Licht zu rücken. Ich halte das für fahrlässig und verantwortungslos. Hören wir auch im Interesse unserer Kinder endlich auf mit dem unqualifizierten Lehrerbashing. Hören wir auf damit, jedes Jahr über eine Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung zu diskutieren. Lassen wir unsere Kolleginnen und Kollegen endlich in Ruhe mit und für unsere Kinder arbeiten. Sie wissen, als die wirklichen Expertinnen und Experten am besten, was diese brauchen.“