NÖAAB für Gleittarif und Beitrag von Finanz-Vermögenden durch KESt-Erhöhung

Resolution an die Bundesregierung für eine Steuerreform, die den Namen Reform auch verdient hat

In Form einer Resolution wendet sich der NÖAAB-Landesvorstand an die Bundesregierung. Fünf konkrete Punkte sollen in die kommende Steuerreform einfließen. Nach den Resolutionen für die Beibehaltung der Wehrpflicht, für den Pendler-Euro und für eine Gehaltserhöhung im Öffentlichen Dienst, die vierte derartige Aufforderung an die Bundesregierung in der jüngeren Vergangenheit. NÖAAB-Obmann LH-Stv. Wolfgang Sobotka: „Parteiübergreifend ist man sich einig, eine Steuerreform wird kommen und auch die Höhe ist mit 5 Mrd. Euro bereits von der Bundesregierung beschlossen. Wir fordern, dass eine Steuerreform umgesetzt wird, die den Namen Reform auch verdient hat. Bisherige Modelle gehen in die richtige Richtung, sind aber nicht mutig und umfassen genug. Mit dem Gleittarif (1) schaffen wir punktgenaue Steuergerechtigkeit und entlasten den Mittelstand und stellen die Begünstigung des 13. und 14. Gehalts auch in Zukunft sicher. Mit höheren Steuerfreibeträgen für Kinder (2) ist das ÖAAB-Modell das einzige, das auch auf Familien Rücksicht nimmt. Mit mehr Anreizen für eine Mitarbeiterbeteiligung (3) schaffen wir Erleichterungen für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Mit einkommensgestaffelten Sozialbeiträgen für alle (4) anstatt Negativsteuern schaffen wir mehr Gerechtigkeit und spürbare Erleichterungen für niedrige Einkommensbezieher. Mit der Erhöhung der Kapitalertragssteuer, wobei Sparbücher und Pfandbreife ausgenommen werden sollen, (5) wird die Besteuerung von Einnahmen aus Finanzvermögen an die Besteuerung von Löhnen angeglichen. Wir gehen davon aus, dass die Erhöhung der KESt letztlich sogar spürbar mehr zusätzliche Einnahmen lukriert, als die Vermögenssteuer-Forderung von SPÖ/ÖGB/AK, die Experten zu Folge durch einen Freibetrag von 1. Mio. Euro und der Ausnahme von Betriebsvermögen lediglich 150 Mio. Euro bringen würde“.

NÖAAB-Geschäftsführer BR Bernhard Ebner: „Wir haben die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in ein, von Experten begleitetes, Modell einfließen lassen. Ein Modell, das auf Entlastung durch Gerechtigkeit setzt. Es zeigt sich, dass unser ÖAAB-Modell in jeder Hinsicht treffsicherer und umfangreicher ist, weil es über eine bloße Anpassung der Lohnsteuerstufen hinausgeht – SPÖ/ÖGB/AK bieten hingegen nur more of the same“.