NÖAAB-Arbeitnehmertag im Zeichen der Beschäftigten in KMUs

Sobotka/Hemm/Ebner: Informieren über Neuerungen. Motivieren zur AK-Wahl. Zuhören, wo der Schuh drückt.

Zwei Drittel aller NÖ Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten in kleineren und mittleren Unternehmen, deshalb widmet ihnen der NÖAAB den diesjährigen Arbeitnehmertag. Rund 2.000 NÖAAB-Funktionäre - darunter die Kandidatinnen und Kandidaten zur AKNÖ-Wahl, die Mandatarinnen und Mandatare sowie Wolfgang Sobotka, Franz Hemm, Barbara Schwarz, Karl Wilfing, Hans Heuras, Gerhard Karner und Bernhard Ebner - verteilen landesweit bei Betriebsbesuchen in KMUs  insgesamt 58.000 Informations-Folder zu den Themen Steuern und Förderungen.

NÖAAB-Obmann LH-Stv. Wolfgang Sobotka: „Wir informieren über Neuerungen im Steuerrecht und die umfangreichen Förderungen des Landes - wir motivieren zur AK-Wahl, damit die Wahlbeteiligung in NÖ nicht genau so zurück geht wie z.B. in Salzburg (35%) - und wir hören zu, wo den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der Schuh drückt. Klar ist, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wollen Vereinfachungen, was unser bürokratisches System betrifft und mehr Eigenverantwortung, was Anreize und Informationen betrifft. Wer zum Beispiel seine Arbeitnehmerveranlagung ernsthaft ausfüllt, auf alles achtet, der benötigt dafür einen Nachmittag. Im Gegenzug findet man die Steuererklärung von Barack Obama in 3 Minuten im Netz. Kein Wunder, dass ein Drittel aller Anspruchsberechtigten auf die Arbeitnehmerveranlagung verzichtet und damit allein für NÖ rund 95 Mio. Euro am Finanzamt liegen bleiben. Wer Zeugnisse nicht mehr findet und diese für das Pensionskonto benötigt, muss dafür eine Verlustanzeige abgeben – da liegt es auf der Hand, dass eine halbe Million ArbeitnehmerInnen ihre Daten noch nicht vervollständigt haben. Gleichzeitig werden zum Beispiel am Lohnzettel 18% Abgaben im Detail und 31% Arbeitgeberanteil komplett verschwiegen. Wir bürden den Menschen zu viel auf und trauen ihnen gleichzeitig zu wenig zu. Mit Blick auf die Arbeiterkammer NÖ heißt das, der Service muss besser werden“.   

Der Spitzenkandidat der Volkspartei NÖ AAB-FCG und AKNÖ-Vizepräsident Franz Hemm: „Wir haben vorige Woche unser NÖ Arbeitsprogramm zur AKNÖ-Wahl wissenschaftlich analysiert und den Funktionären vorgestellt, heute präsentieren wir es den NÖ Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Die breite Zustimmung ist eine besondere Motivation. Zu vielen Problemen, die wir heute gehört haben, können wir klare Antworten und Positionen für die Zukunft bieten. Zum Beispiel einen One-Stop-Shop zur besseren Übersicht über Förderungen, die Vereinfachung der Arbeitnehmerveranlagung oder mehr Transparenz am Lohnzettel. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wissen zum Beispiel nicht, dass sie 0,5% ihres Brutto-Gehalts automatisch an die Arbeiterkammer zahlen müssen. Wenn sie das wüssten, würde auch die Arbeiterkammer wieder stärker ins Blickfeld der Menschen rücken“.

NÖAAB-Geschäftsführer BR Bernhard Ebner gibt konkrete Beispiele für einen besseren Service und mehr Hilfe durch die AKNÖ: „Die AK Oberösterreich führt 1,5 Mal so viele Konsumentenberatungen durch, führt 4 Mal so viele Bildungsberatungen durch und erstreitet 1,6 Mal so viel Geld für ihre Arbeitnehmer als die AK Niederösterreich. Und das bei annähernd gleicher Beschäftigtenzahl. Dieser Vergleich zeigt, ein besserer Service und mehr Hilfe durch die AKNÖ sind möglich, durch mehr blau-gelb in der AKNÖ. Dafür werden wir uns mit ganzer Kraft einsetzen“.