Arbeitsprogramm zur AKNÖ-Wahl präsentiert

Arbeitsreich. Kreativ und ideenreich. Niederösterreich.

Mit 69 konkreten Forderungen geht die Volkspartei NÖ AAB-FCG in die kommende AKNÖ-Wahl. Erarbeitet von den 220 Kandidatinnen und Kandidaten wird die Fülle, Breite und Buntheit der NÖ Arbeitswelt abgebildet. Eine Einladung an alle NÖ ArbeitnehmerInnen gemeinsam für mehr Service, raschere Hilfe und entschiedenere ArbeitnehmerInnenvertretung durch mehr blau-gelbe Kraft in der Arbeiterkammer NÖ Sorge zu tragen. Erstmals wurde ein Programm nicht nur vorgestellt sondern auch von Univ. Prof. Dr. Wolfgang Mazal wissenschaftlich analysiert und interpretiert. Neben dem Spitzenkandidaten AKNÖ-Vizepräsidenten Franz Hemm, NÖAAB-Obmann LH-Stv. Wolfgang Sobotka und LR Barbara Schwarz stellten NÖAAB-LGF BR Bernhard Ebner und FCG-NÖ Vorsitzender Alfred Schöls die wesentlichen Programm-Punkte und auch den intensiven Programm-Prozess vor.

„Arbeit ist sinn- und identitätsstiftend. Es gehört zu unserem Leben, wie essen und trinken. Mehr Anreize für Arbeit und Arbeitsplätze schafft mehr Wohlstand und Lebensqualität. Wir fordern deshalb die Möglichkeit eine steuerfreie Überstunde pro Tag zu leisten, eine steuerfreie Zuverdienst-Möglichkeit von 150 Euro pro Monat sowie eine neue Steuerfreigrenze für Sachzuwendungen von 500 Euro. Wir müssen zudem Einstiegsgehälter erhöhen und die Lohnkurve verflachen. Ebenfalls wollen wir, dass jene die ausschließlich die Mindestsicherung beziehen und arbeitsfähig sind auch einen Dienst an der Allgemeinheit dafür leisten. Wir sehen heute, dass Preissteigerungen sofort umgesetzt werden, die Erhöhung von Förderungen und Unterstützungen nicht. Deshalb wollen wir das Km-Geld an den Spritpreis koppeln und ein Einfrieren der ÖBB-Pendler-Tarife“, stellt NÖAAB-Obmann LH-Stv. Wolfgang Sobotka einige zentrale Forderungen vor.

Der Spitzenkandidat der Volkspartei NÖ AAB-FCG Franz Hemm stellte Forderungen vor, die konkret die Arbeiterkammer NÖ betreffen: „Die Arbeiterkammer NÖ hat ein 60 Mio. Euro Budget – dennoch fallen die AKNÖ-Förderungen bescheiden aus. Wir wollen eine Familien-Million für in Notlage geratene ArbeitnehmerInnen-Familien und eine Wohnbau-Million für Reparatur- und Sanierungsarbeiten. Und endlich Förder-Voraussetzungen, die die breite Masse auch erfüllen kann. So gibt es zum Beispiel für einige wenige Schul-AbsolventInnen ein AKNÖ-Bewerbungstraining, wir wollen aber, dass alle AbsolventInnen einer Bildungseinrichtung diesen Service in Anspruch nehmen können. Das AKNÖ-Seminarzentrum in Hirschwang verzeichnet pro Jahr einen Abgang von rund 1 Mio. Euro – das Hotel ist zu groß, sanierungsbedürftig und nicht ausgelastet – warum erweitern wir die neue Zentrale in St. Pölten nicht um entsprechende Seminarräumlichkeiten“.

LR Barbara Schwarz stellte v.a. Forderungen und Zukunftsideen zu den Themen Familie und Bildung vor: „Pro Kind sollen 4 Jahre zur Pension und als Arbeitszeit im Kollektivlohn angerechnet werden. Auch sogenannte Jubiläumszuwendungen sollen Karenzierte erhalten – ein wichtiger Beitrag zur Schließung der Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen. Beim Thema Bildung setzen wir uns für den Ausbau der Nachmittagsbetreuung statt einer Zwangstagsschule ein. Eltern die einen freien Nachmittag mit ihren Kindern verbringen wollen, sollen das auch in Zukunft tun dürfen. Wir wollen Partner und nicht Vormund der Eltern sein. Klar ist, ein Land das nicht mit Rohstoffen punkten kann, kann nur mit Fleiß und Wissen punkten. Der Ausbau unseres Forschungs- und Wissenschaftsstandortes ist auch für unseren Arbeitsmarkt von zentraler Bedeutung“.

Prof. Wolfgang Mazal: „Die Forderung nach einer Mindestentschädigung für Lehrlinge könnte auf europäischer Ebene durchgesetzt werden. Mit dem Grundsatz, gleicher Lohn für gleiche Arbeit sind Lehrlingsentschädigungen unter 500 Euro im 1. Lehrjahr nicht zu vereinbaren. Die Forderung für eine 6. Urlaubswoche ab dem 43. Lebensjahr und für kostenfreie Burn-Out-Prävention kann ich nur unterstützen. Wir leben heute in einer Arbeitswelt, in der viele Menschen 20 Jahre vollsten Arbeitseinsatz zeigen und im fortgeschrittenen Alter feststellen, dass sie sich ihre eigentlichen Lebensziele z.B. Familie und Kinder, nicht erfüllen konnten. Deshalb müssen wir ein familienorientiertes Arbeitsleben statt einem arbeitsorientierten Familienleben ermöglichen. NÖ ist, was die Kinderbetreuung und Familienpolitik betrifft Vorbild, Programme zu Gesundheits- und Stressprävention sollten aber in jedem Unternehmen Einzug nehmen“.