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NÖAAB-Obmann Sobotka: Neues Pendler-Modell setzt alten Ungerechtigkeiten ein Ende

Utl.: Pendler-Euro ist kilometergenau, einfach und transparent

„Wir nehmen bei den derzeitigen Spritpreisen den Bund, namentlich die Finanzministerin in die Pflicht – 2009 war der Spritpreis noch um ein Drittel billiger als heute. Zudem geht rund die Hälfte der Zapfsäulen-Euros direkt in die Staatskassen – 2011 insgesamt rund 4,21 Mrd. Euro bei der Mineralölsteuer. Das neue Modell des Pendler-Euros anstatt der bisherigen Pendlerpauschale gibt Pendlern einen Teil ihrer Mineralölsteuer zurück und setzt alten Ungerechtigkeiten ein Ende. Die Forderungen sind landauf landab gleich, ein vernünftiges Modell hat bisher niemand auf den Tisch gelegt – jetzt ist es aber so weit: Jeder Pendler kann sich kilometergenau selber ausrechnen wie viel er damit bekommen würde. Jedenfalls steht fest: Unterm Strich bleibt für 96% aller Pendler mehr, für 100 Prozent aller Pendler bestünde Gerechtigkeit. Bei prognostizierten und im Budget nicht berücksichtigten Mehreinnahmen bei der Mineralölsteuer von rund 150 Mio. Euro, wäre bereits die Hälfte der Mehrkosten abgedeckt“, erklärt NÖAAB-Obmann LH-Stv. Wolfgang Sobotka bei der Präsentation des neuen Förderungsmodells, für das in den nächsten Wochen bundesweit mobilisiert werden soll. Im NÖ Landtag wird jedenfalls noch heute ein entsprechender Antrag eingebracht.

Das Modell des Pendler-Euro ist im Wesentlich sehr einfach: Die Kilometeranzahl einer einfachen Fahrtstrecke multipliziert mit 40 ergibt den Netto-Förderungsbetrag pro Jahr. Zusätzlich gibt es einen Sockel nach oben und nach unten, also mindestens 500 Euro und höchstens 2.600. Für die derzeitige kleine Pendlerpauschale sieht das Modell 55% des Pendler-Euros vor, mit einem höheren Sockel nach unten von 600 Euro und einem niedrigeren Sockel nach oben von 1.400 Euro. Das Modell heißt deshalb „Pendler-Euro“, weil dabei die Förderbeträge im ersten Jahr mit eins bzw. einem Euro multipliziert werden, in den Folgejahren wird die Teuerung bzw. Inflation bei diesem Euro in der Multiplikation angerechnet, um die Förderhöhe jedes Jahr anpassen zu können. Unter www.noeaab.at steht eine Tabelle zum Download bereit.

Der NÖAAB-Obmann nennt die 6 größten Vorteile des neuen Modells: Erstens: Einfachheit und Klarheit durch eine Tabelle - zweitens: kilometergenaue Abrechnung, derzeit entscheidet oftmals ein Kilometer über mehrere hundert Euro im Jahr - drittens: Direktförderung statt Lohnsteuerfreibetrag - viertens: Mehr Gerechtigkeit für Teilzeitkräfte, alle jene die Lohnsteuer zahlen bekommen einen aliquoten Anteil, bei drei Arbeitstagen zum Beispiel drei Fünftel, all jene die keine Lohnteuer zahlen, sollen den untersten Sockelbetrag erhalten - fünftens: Gerechtigkeit für alle Einkommen, derzeit bekommen jene die mehr verdienen mehr Pauschale, obwohl die Spritpreise und Tarife für alle gleich hoch sind – sechstens: Mehr Förderung, rund 96% aller Bezieher erhalten mehr.