Sobotka Freistetter GesundheitNÖAAB Landesobmann Wolfgang Sobotka u. Landarbeiterkammer-Präsidenten Andreas Freistetter

NÖAAB-Obmann Sobotka: Gesundheit am Arbeitsplatz sollte in jedem Unternehmen Thema sein

70.000 bis 80.000 NÖ Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben gesundheitliche Probleme auf Grund ihrer Arbeit

„Eine Leistungskultur darf nicht in Kur-Leistungen münden“, betont NÖAAB-Obmann LH-Stv. Mag. Wolfgang Sobotka anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit NÖ Landarbeiterkammer-Präsidenten Andreas Freistetter. Im Rahmen einer NÖAAB-Kampagne zum Thema „Gesundheit am Arbeitsplatz“ sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf Risiken und Chancen aufmerksam gemacht und Vorzeigeunternehmen vor den Vorhang gebeten werden. „Gesundheit am Arbeitsplatz sollte in jedem Unternehmen mitgedacht und berücksichtigt werden – immerhin haben 70.000 bis 80.000 NÖ Arbeitnehmer gesundheitliche Probleme auf Grund ihrer Arbeit“, betont Sobotka.

Freistetter präsentierte drei Gesundheitsprogramme, die im Wirkungsbereich der Landarbeiterkammer erfolgreich zum Einsatz kommen. Die Österreichischen Bundesforste konnten mit dem Projekt „ÖBFIT“ 76% ihrer Belegschaft in Form von Seminaren, Trainings und Vorsorgeuntersuchungen erreichen. Zwei Standorte in Niederösterreich, nämlich die Forstbetriebe Wienerwald und Waldviertel-Voralpen wurden dafür mit dem „Gütesiegel für betriebliche Gesundheitsförderung“ ausgezeichnet. Die RWA (Raiffeisen Ware Austria) stellt seit 2008 verschiedene Angebote unter dem Motto „Gesundheit, Vorsorge, Wohlbefinden“ zur Verfügung, darunter eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung direkt am Dienstort. Der NÖ Maschinenring erarbeitet gerade unter dem Motto „Maschinenring in Bewegung – Bewusst G´sund“ ein Programm mit Vorträgen, Workshops und Ernährungstipps. „Gerade die körperlich sehr anstrengende Arbeit jener Arbeitnehmer, die wir vertreten, fordert ein Höchstmaß an Sensibilität, wenn es um optimale Arbeitsbedingungen und Gesundheitsprävention geht. Die NÖ Landarbeiterkammer versteht sich dabei als Drehscheibe und Ansprechpartner in ihrem Wirkungsbereich“, fasst der NÖ Landarbeiterkammer-Präsident die verschiedenen Programme zusammen.

Rund die Hälfte aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt - rund ein Drittel psychischen Belastungen. Kurze Tipps können langfristig vieles bewirken – vom richtigen Sitzen, Essen und Bewegen über die Einteilung von Ruhepausen bis hin zur Burn-out-Prävention. „Wir in Niederösterreich brauchen Arbeitsplätze die kontinuierliche Leistung ermöglichen – Arbeit soll aus einem etwas und nicht krank machen. Das Thema Gesundheit am Arbeitsplatz war bei zahlreichen Betriebsbesuchen und Sprechstunden Thema, jetzt machen wir daraus eine Kampagne – ganz nach dem Motto: Der NÖAAB ist die Stimme der Arbeitnehmer in diesem Land, laut, stark und wenn es sein muss auch lautstark“, so der NÖAAB-Obmann.