Verstärkte Zusammenarbeit für die Ostregion

LH Pröll und KO Schneeberger: VP-Landtagsklubs Niederösterreich und Burgenland vereinbarten eine engere Kooperation

Wenn der Weg steiler wird, heißt es enger zusammenstehen – da dürfen auch keine Landesgrenzen im Weg sein“, stellte VP-Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger anlässlich einer gemeinsamen VP-Klubsitzung der Landtagsklubs Niederösterreich und Burgenland fest.

„Ausbau der Ostautobahn ist Gebot der Stunde“
Das Hauptthema der gemeinsamen Sitzung war die Forderung nach einem sechsspurigen Ausbau der Ostautobahn A4. Um die Bedeutung dieses Vorhabens zu unterstreichen, nahm auch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll an der Sitzung teil. Er bezeichnete die A4 als einen der wichtigsten Straßenzüge der Ostregion: „Niederösterreich, das Burgenland und Wien tragen als Ostregion die Entwicklung Österreichs. Und zusammen mit Bratislava gehört diese Region zu den dynamischsten in Europa. Damit wir diese wirtschaftliche Entwicklung nicht bremsen und die Standortqualität nicht leidet, ist es ein Gebot der Stunde, dass die A4 auf der kompletten Länge sechsspurig ausgebaut wird. Denn laut Prognosen wird der Verkehr bis 2020 von heute 50.000 auf 75.000 Fahrzeuge zunehmen.“
Als ersten Schritt um den Verkehrsfluss auf der Ostautobahn zu verbessern, sieht der niederösterreichische Landeshauptmann ein Überholverbot für LKWs. Dr. Pröll: „Damit wird ein Einbremsen des Verkehrs verhindert und außerdem sorgt es für mehr Sicherheit. Gespräche mit der zuständigen Ministerin hat es schon gegeben.“
Auch bei anderen Themenbereichen soll künftig die Zusammenarbeit intensiviert werden. Als Beispiel dafür nannte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Landesaustellung 2011 in der Region Carnuntum und das Gesundheitswesen. „Gerade bei Kooperationen des Spitalswesens dürfen Landesgrenzen kein Hindernis sein, wenn man Steuergeld sparen und die beste Versorgung der Patienten sicherstellt.“ Daher kann sich Pröll eine Kooperation der Krankenhäuser Hainburg und Kittsee vorstellen.

„Probleme bündeln und zusammen Lösungen finden“
VP-Klubobmann LAbg. Mag. Klaus Schneeberger verwies schon auf bestehende Kooperationen wie im Fall der Radioonkologie im Landesklinikum Wiener Neustadt. „Schon jetzt kommen rund 14% der Patienten des Wr. Neustädter Spitals aus dem Burgenland. Die Verbindungen zwischen Niederösterreich und Burgenland sind auch sonst vielfach da. Wir müssen jetzt nur mehr die Probleme bündeln und zusammen Lösungen finden“, so Schneeberger.
Daher wurde mit seinem burgenländischen Gegenüber Ing. Rudolf Strommer vereinbart, Arbeitskreise zu gründen, um Themenbereiche wie Öffentlichen Verkehr, Individualverkehr, Tourismus oder das Gesundheitswesen gemeinsam zu behandeln.