Rausch: „Für eine Konjunktur der Jungen“

„In die Jungen investieren, als Gesellschaft profitieren“, ist für Jugendvertreterin Bettina Rausch die richtige Antwort auf die Wirtschaftskrise, um eine „Konjunktur der Jungen“ einzuläuten.

 
 
Der traditionelle „Politische Aschermittwoch“ der Jungen Volkspartei Niederösterreich (JVP NÖ) war einmal mehr Anlass für jugendpolitische Grundsatzerklärungen. Die Ansprachen wurden von Bundesrätin Bettina Rausch, Landesobfrau der JVP NÖ, VP-NÖ-Geschäftsführer Gerhard Karner und Außenminister Michael Spindelegger gehalten.

Bettina Rausch ist überzeugt davon, dass Investitionen in die Jungen der Volkswirtschaft und der Gesellschaft insgesamt am meisten bringen. Daher gehe es jetzt um eine „Umverteilung zu den Jungen“. Die Jugendvertreterin spart auch nicht mit konkreten Vorschlägen: Hilfe beim Berufseinstieg, Mindestlohn für Lehrlinge, höhere Einstiegsgehälter, billigerer Führerschein, mehr Unterstützung bei der Existenzgründung und Familiengründung.

„Gerade jetzt, in der Krise, müssen wir Zukunftsperspektiven eröffnen, Mut machen und Sicherheit geben“, will Bettina Rausch konkrete Taten sehen und kritisiert den oftmals herrschenden Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit: „In Sonntagsreden sind die Jungen die Zukunft, aber in der politischen Praxis haben die Alten die Mehrheit.“

Für besonders entscheidend hält Bettina Rausch Investitionen in die Bildung, und zwar „Hirn, Engagement und Geld“. Diese Investitionen brächten „eine Traum-Rendite“. „Schule muss aufs Leben vorbereiten“, definiert die Jugendvertreterin das Ziel und präzisiert: „Wir müssen überlegen, was ein Schüler, eine Schülerin braucht, um optimal aufs Leben – beruflich wie privat – vorbereitet zu sein. Erst danach stellt sich die Frage, welche Fächer es dafür geben soll, welche Lehrpläne diese Fächer haben und in welchen Schultypen es welche Fächer gibt.“ Das bedeute auch, weg zu kommen vom Auswendiglernen, hin zur Fähigkeit zum Gesamtüberblick, zu Informationsmanagement und soft skills.

VP-NÖ-Geschäftsführer Gerhard Karner ging auf die Regierungsumbildung in Niederösterreich ein, die „Kontinuität und Kompetenz“ beweise. Hingegen gelte bei der SPÖ: „Mit Streithansl Leitner, fällt die SPÖ immer weiter“. In Richtung Arbeiterkammer hält er den Vorwurf, sie agiere wie ein SPÖ-Parteisekretariat, aufrecht und will sich auch durch Klagen „nicht mundtot machen“ lassen.

Außenminister Michael Spindelegger brachte Konfliktherde auf der ganzen Welt zur Sprache, deren Auswirkungen allesamt „auch für uns in Österreich spürbar werden können“. Weil Österreich in der Welt Vertrauen genieße, solle Wien zu einer „Drehscheibe für Dialoge“ werden. In Hinblick auf die Europäische Union machte er klar, dass „Europa nützt und schützt“, gerade in Krisenzeiten.

Rückfragen:
Junge Volkspartei Niederösterreich, Christian Tesch
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