Heuras und Rausch: Höhere Einstiegsgehälter für junge ArbeitnehmerInnen - JVP fordert Mindestlohn für Lehrlinge

„Höhere Einstiegsgehälter für junge ArbeitnehmerInnen“, fordern Jugendlandesrat und NÖAAB-Bezirksobmann von Amstetten, Mag. Johann Heuras und JVP-Landesobfrau Bundesrätin Bettina Rausch. Gerade junge Menschen müsse man unterstützen, so Heuras, denn sie seien es, die am Beginn ihres Arbeitslebens stehen und sich eine Existenzgrundlage aufbauen müssen. Oft komme auch noch dazu, dass diese Jung-Arbeitnehmer eine Familie gründen wollen und da dürfe man mit der notwendigen Unterstützung nicht geizen. „Gerade in dieser Lebensphase fallen viele andere Kosten an - etwa für zusätzliche Aus- und Weiterbildung, für Wohnraumschaffung und für Familiengründung. Ein höheres Einstiegsgehalt verbunden mit einer flacheren Lebensverdienstkurve hilft jungen Menschen und ist gerecht“, ergänzt Rausch.

"Funkstille, wenn es um die Anliegen junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer geht", ortet die JVP-Landesobfrau bei der Arbeiterkammer Niederösterreich. Zentrale Anliegen der Jungen Volkspartei Niederösterreich (JVP NÖ), die auch der NÖAAB-FCG in sein Wahlprogramm aufgenommen hat, sind ein Mindestlohn für Lehrlinge und höhere Gehälter beim Berufseinstieg. "Ein Lehrling erlernt einerseits einen Beruf, erbringt aber andererseits vom ersten Tag an auch eine Leistung. Dafür ist ein höherer Monatslohn als es im Moment der Fall ist nur gerecht und zwar schon ab dem ersten Lehrjahr", erläutert die Jugendvertreterin. "Leider habe ich von der Arbeiterkammer Niederösterreich zu diesen wichtigen Anliegen junger Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch kein Wort gehört", kritisiert Rausch und wünscht sich "eine blau-gelbe Arbeiterkammer, die nicht zu einem roten Parteisekretariat verkommt".

Bei der Beschäftigung von Jugendlichen betont der Landesrat die auf der vergangenen VPNÖ-Regierungsklausur beschlossenen Maßnahmen. „Wir wollen jedem lernwilligen Jugendlichen in NÖ eine Chance zur Ausbildung geben“, betont der Jugendlandesrat. Dazu habe man beschlossen, das Lehrlingsauffangnetz um 300 Plätze aufzustocken. Das Land NÖ gehe als Vorbild für die Privatwirtschaft voran und nehme weitere 70 Lehrlinge auf. Außerdem habe man, gemeinsam mit der WKNÖ und dem Verein Jugend & Arbeit, einen Lehrstellenberater-Pool eingerichtet. Diese Lehrstellenberater konnten bereits 1.100 Lehrlinge vermitteln, berichtet Heuras.

Fototext: LR Mag. Johann Heuras und BR JVP-Landesobfrau Bettina Rausch mit Lehrlingen der NÖ Straßenbauabteilung. „Das Land NÖ geht mit gutem Beispiel voran und wird 70 zusätzliche Lehrlinge aufnehmen“, berichten LR Heuras und JVP-Landesobfrau Rausch.