166 Mio. Euro für regionales Beschäftigungspaket in NÖ

166 Mio. Euro für regionales Beschäftigungspaket in NÖ

Im Rahmen des "territorialen Beschäftigungspaktes" ist in NÖ bei der Generalversammlung ein Paket für Beschäftigung, Qualifizierung und Beratung im Volumen von 166 Mio. Euro, das sind um elf Millionen mehr als im Vorjahr, beschlossen worden. Damit sollen 56.000 Menschen, dem Gender-Gedanken folgend 50 Prozent Frauen, geholfen werden, sagte Landesrätin Johanna Mikl-Leitner bei einer Pressekonferenz in St. Pölten.

Konkrete Maßnahmen setzen
In Zeiten der Wirtschaftskrise gelte es, nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern konkrete Maßnahmen zu setzen. So fließen 70 Mio. Euro in Beschäftigungsinitiativen wie "Start up". Dieses seit mehreren Jahren laufende Programm für langzeitarbeitslose Jugendliche hat laut Mikl-Leitner eine Erfolgsquote von 70 Prozent. Die Plätze werden von 600 auf 900 aufgestockt. Jugendliche werden beim Verein Jugend und Arbeit angestellt und Unternehmen per Vertrag überlassen, wobei Land und Arbeitsmarktservice ein Drittel der Kosten übernehmen. "Job 2000" richtet sich nach ähnlichem Modell an Langzeitarbeitslose, hier seien 500 Plätze vorhanden. Die "Initiative 50" zielt - mit einer Erfolgsquote von 80 Prozent - auf dauerhafte Integration älterer Arbeitnehmer, wobei Land und AMS zwei Drittel der Kosten tragen.

Wichtiges Instrumentarium
24 Mio. Euro werden für Beratungsleistungen und verschiedenste Initiativen wie Clearingstellen oder "Job4 you" eingesetzt, 66 Mio. Euro für Aus- und Weiterbildung. Zehn Mio. Euro fließen in Arbeitsstiftungen - gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein wichtiges Instrumentarium, meinte die Landesrätin. Derzeit sind 19 Arbeitsstiftungen mit insgesamt 1.500 Betreuten genehmigt.

Nachfrage bei Pflege ungebrochen
Überdies gebe es derzeit 3.600 offene Stellen in Niederösterreich, in der Pflege sei die Nachfrage ungebrochen. Bis 2012 würden 3.000 zusätzliche Kräfte benötigt, sprach Mikl-Leitner von einem krisensicheren Job in diesem Bereich. Auch sie bezeichnete die Kurzarbeit als überaus wichtig und appellierte in diesem Zusammenhang an die Gewerkschaft: Überzogene Forderungen seien kontraproduktiv.

Auf Krise reagiert
Zur ernsten Situation am Arbeitsmarkt - mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit im März von 32,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr - merkte die Landesrätin als erfreulich an, dass im März 7.630 Menschen weniger arbeitslos waren als im Februar. In den nächsten Monaten wolle jedes sechste Unternehmen zusätzliches Personal einstellen. Niederösterreich habe auf die Krise seit November 2008 (inklusive Bund) mit vier Konjunkturpaketen im Ausmaß von insgesamt 800 Mio. Euro reagiert.